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Maschine 22 von Kaffeemaschine

Frische Farben in Verbindung mit klassischer Technik. Maschine 22 aus dem Hause Kaffeemaschine zeigt wieder einmal aufs Neue, wie gut eine Moto Guzzi Le Mans aussehen kann.

Vorab ein wenig Theorie! In der Philosophie verändert sich mit jeder Wiederholung oder „Iteration“ die Bedeutung eines Begriffs. Jede Iteration beinhaltet eine Variation, die dem ursprünglichen Begriff etwas Neues hinzufügt. Auch die Konstruktionslehre kennt diesen Prozess der Wiederholung und spricht von iterativem Vorgehen, wenn der Konstrukteur seine technische Lösung Schritt für Schritt weiterentwickelt, anpasst und optimiert.

So gesehen kann das Werk des Italo-Spezialisten Axel Budde als „Iterationen der Moto Guzzi Le Mans“ gesehen werden, da sich seine Arbeit stets um die Weiterentwicklung des Zweizylinder-Klassikers aus Mandello del Lario dreht. Was ist eine Moto Guzzi Le Mans? Was macht ihr Wesen aus? Wie weit kann die ursprüngliche Konstruktion verändert werden, ohne dass die Identität der Maschine Schaden nimmt? Auf diese philosophisch-technischen Fragen konnte der Hamburger bis zum Februar 2018 nicht weniger als 21 Antworten finden (Maschine 10 war eine Yamaha SR 500), ohne dabei zu einem endgültigen Ergebnis zu gelangen.

Eigene Bikes, eigene Limits

Dabei sind der Fantasie Axel Buddes alias Kaffeemaschine durchaus Grenzen gesetzt, die sich sowohl durch das Budget und den Geschmack seiner Kunden, als auch durch die tradierten Formen und Bauteile der großen Moto Guzzi-Familie ergeben. Richtig spannend wird es allerdings dann, wenn der Le Mans-Kenner ein Motorrad für sich selber bauen und dabei seine eigenen Limits setzen kann. Maschine 19 aus dem Jahr 2016 war bereits der erste größere Schritt weg von der orthodoxen Lehre. Die schiefergraue Maschine überraschte unter anderem mit neuen Formen bei Tank, Scheinwerfer und Lenker, die das Motorrad wie ein Produkt aus den 1960er Jahren wirken ließen.

Progressiv und klassisch zugleich

Im Gegensatz dazu erstrahlt das zweite Modell für den Eigenbedarf, Maschine 22, so jung und frisch, wie ein Kind der Gegenwart nur sein kann. Der ebenso progressive wie klassische Charakter dieses Bikes ist natürlich auf die kontrastreiche Farbgebung zurückzuführen (Schwarz sowie „Lavaorange“ von Porsche), die zusammen mit der ungewöhnlichen Graphik an Tank und Sitzbank-Abschluss extrem modern wirkt. Dazu hat sich Axel Budde auch zu ersten Mal getraut, die gesamte Antriebseinheit mitsamt der Zylinder schwarz zu lackieren, was den neuzeitlichen Charakter der Maschine unterstützt. Seine klassische Eleganz wiederum erhält das Motorrad aus dem Zusammenspiel der gestreckten Racer-Silhouette mit kleiner Lenkerverkleidung à la Le Mans I, den filigranen Gussfelgen der Le Mans V und dem für alle Kaffeemaschinen typischen, extrem sauberen Aufbau, der fast gänzlich ohne sichtbare Kabel und Schläuche auskommt.

Dergestalt kommt Maschine 22 dem Traum der alteingesessenen Moto Guzzi-Fan-Gemeinde gewiss sehr nahe, deren Mitglieder seit Jahrzehnten eine moderne und dennoch traditionsbewußte Neo-Le Mans I herbeisehnen Doch dass die Konzernmutter Piaggio tatsächlich auf alle Budgetzwänge und Umweltauflagen pfeifen und eine Kleinserie einer solchen Maschine auflegen könnte, glaubt natürlich niemand. Kein Grund zur Trauer. Für Le Mans-Iterationen der höchsten Qualitätsstufe gibt es ja Kaffeemaschine aus Hamburg.

Autor: Achim Bartscht

Weitere Informationen zum Thema
Homepage Kaffeemaschine: kaffee-maschine.net
Maschine 22 auf Bike EXIF: bikeexif.com

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