• Foto: Maschinisten & Soehne - Condor_A250#1

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  • Foto: Maschinisten & Soehne - Condor_A250#12

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  • Foto: Maschinisten & Soehne - Condor_A250#17

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  • Foto: Maschinisten & Soehne - Kai-Birger Sünram

    Foto: Maschinisten & Soehne - Kai-Birger Sünram

  • Foto: Maschinisten & Soehne - Kai-Birger Sünram mit Condor

    Foto: Maschinisten & Soehne - Kai-Birger Sünram mit Condor


Condor A250 von Kai-Birger Sünram

Die Condor-Werke AG aus Courfaivre baute bis 1978 Motorräder für die Schweizer Armee. Schauspieler Kai-Birger Sünram aus Hamburg hat sich eine der raren Condor A250 geschnappt.

Einfach, praktisch und robust denkt man unwillkürlich, wenn einem die olivfarbene Condor A250 in den Blick kommt. Ein kleiner Lastesel auf zwei Rädern steht da auf dem Hauptständer, mit Doppelsitzbank, Staufächern, Packtaschen und ausfahrbaren Gepäckträger. Alle Teile der Einzylinder-Maschine sind ganz eindeutig auf eine extra lange Lebensdauer hin ausgelegt und so funktional angeordnet, wie es nur ehrlichen Nutzfahrzeugen zu eigen ist. Auch zwei Sturmgewehre ließen sich bei Bedarf noch festschnallen, doch heute muss die Truppe auf Verstärkung warten: Diese Condor (a.D.) stand etwas zu lange still und will nun gerade nicht anspringen.

A wie Armee

Das A steht für Armee. Insgesamt 546 Exemplare der A250 hat der Schweizer Motorradbauer Condor ab 1959 für das heimische Militär gefertigt. Zuerst als leichte und einfache Kuriermaschine für einen Fahrer konzipiert, musste das kleine Motorrad dann doch als Gefährt für zwei Soldaten samt Ausrüstung herhalten, was der A250 – mit lediglich 15 PS für maximal 365 kg Gesamtgewicht – nur mit großer Mühe gelang. Obendrein waren die Produktionskosten auch erheblich höher, als der ursprünglich mit dem Schweizer Militärdepartement vereinbarte Kaufpreis. Die resultierenden Verluste konnte die Condor-Werke AG schließlich nicht mehr tragen und stoppte 1969 die Fertigung der A250. Die ausglieferten Motorräder leisteten dann noch bis 1982 brav und zuverlässig ihren Dienst in der Truppe.

Ein Motorrad wie ein Schweizer Taschenmesser

Kai-Birger Sünram (40), Schauspieler aus Hamburg, hat seine Condor A250 vor knapp vier Jahren erstanden. Die 00009 Kilometer auf dem Tachometer zeigen aber schon an, dass er mit seiner A250, obwohl sie eine deutsche Zulassung besitzt, bisher kaum gefahren ist. Sein All-Day Ride ist eine mattgrüne MZ der ehemaligen NVA, mit der er das ganze Jahr über unterwegs ist. Warum dann noch die Condor? „Militär- und Behördenfahrzeuge sind einfach mein Ding“, sagt der lebhafte Typ mit Bart und Mütze und geht dabei mit Stolz um sein Armee-Motorrad herum. „Ich mag halt Sachen, die praktisch sind, Kratzer abkönnen, einfach und wartungsarm sind. Die Condor hat eine einfache Technik, aber alles in einer Top-Qualität. Auf mich wirkt sie so verlässlich wie ein Schweizer Taschenmesser.“

Aber sie hat auch etwas von einem Großküchengerät, wenn man auf die Hammerschlaglackierung des massiven Motorgehäuses, des Getriebes und des Antriebs am Hinterrad schaut. Das ist nicht böse gemeint. Denn es sind genau diese vielen schönen Details, die die kleine 250er – neben ihrer klassischen Nachkriegs-Silhouette – so attraktiv machen. Dazu zählen unter anderem die ungewöhnliche Schwingenlagerung, der hochklappbare Kotflügel am Hinterrad, der parallele Tarnscheinwerfer, die zum Teil französischen Beschriftungen, die Packtaschendeckel aus Leder, das umfangreiche Bordwerkzeug und ebenso das kleine Ersatzteil-Kästchen mit zusätzlichen Glühbirnen, Draht und Sicherungen. Auch das Getriebe unterscheidet sich von der Masse der herkömmlichen Kraftübertragungen: Alle vier Gänge der Condor A250 werden nach oben geschaltet!

Fahren oder sammeln?

Zum Motorradfahren (wie auch zum Segeln) ließe sich der „Draußen-Mensch“ Kai-Birger Sünram zu jeder Tages- und Jahreszeit verführen. Allerdings ist auch seine Zeit stets viel zu knapp bemessen, um die Condor oder den Rest seiner kleinen Moped-Sammlung artgerecht zu bewegen. Kai ist zwar, wie alle ordentlichen Sammler, von jeder seiner Maschinen begeistert und verbindet große und kleine Träume mit ihnen („Die BMW R100 RS für die ganz große Tour!“). Dennoch möchte er sich demnächst von seiner geschätzten Yamaha XT 500, seiner BMW R100 RS oder seiner Ducati Scrambler 350 trennen. Es schmerzt ihn zwar, doch leise vor sich hin gammeln sollen die schönen Dinger bei ihm dann doch nicht! Und irgendwann mal ganz ohne? Hier ist sich der geborene Mecklenburger allerdings absolut sicher: „Ganz ohne Motorrad wird´s bei mir nie gehen!“

So soll´s ja auch sein. Und jetzt muss das Schweizer Töff mal laufen!

Autor: Achim Bartscht

Weitere Informationen zum Thema
Sehr informativ ist das Video von Michel Resegatti:

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