• Foto: Iconic-Cycles - Bonneville#1

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  • Foto: Iconic-Cycles - Bonneville#7

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  • Foto: Iconic-Cycles - Bonneville#9

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  • Foto: Iconic-Cycles - Bonneville#10

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Triumph T120R Bonneville von Iconic-Cycles

Die T120R Bonneville war immer das Performance Bike unter den Triumph-Modellen. Brit-Bike-Kenner Arne Petersen alias Iconic-Cycles aus Büchen hat eine abgetakelte „Bonnie“ von 1964 wieder zurück ins Leben geholt.

Genau so muss ein englischer Motorrad-Klassiker aussehen! Leicht und sehnig an Vorder- und Hinterhand und mit einem prächtigen Parallel-Twin im Herzen seines Rahmens. Selbstverständlich Speichenräder, nicht zu wenig Chrom, dazu schöne Instrumente sowie eine kontrastreiche Tanklackierung. Und der stolze Markenname darf natürlich weder am Tank, noch am Heck der Sitzbank fehlen. So here we are: Triumph T120R Bonneville.

Too much is almost enough

Die Entwicklung der leistungsstarken Bonneville war eng mit dem für Triumph Motorcycles Ltd. wichtigen US-Markt verbunden. Die motorsportverrückten Amerikaner folgten stets dem Motto „Too much is almost enough” und forderten Jahr für Jahr mehr British Horse Power von den englischen Technikern. Obwohl durch eine kontinuierliche Modellpflege die Leistungsfähigkeit der Maschinen aus Meriden immer weiter gesteigert werden konnte, musste Triumph am Ende der fünfziger Jahre dennoch einen größeren technischen Schritt nach vorne wagen. So wurde 1959 dann endlich die T120 Bonneville mit 650 ccm Hubraum, modernem Aluminiumguß-Zylinderkopf, zwei Vergasern und 46 bhp auf den Markt gebracht. Der Name sollte an die Triumph-Geschwindigkeitsrekorde auf dem gleichnamigen Salzsee in Utah erinnern und tatsächlich war die Bonneville DAS Performance Bike im Triumph-Programm (und für sehr lange Zeit das schnellste Motorrad, das man für Geld kaufen konnte).

Der zweite große (Fort-)Schritt innerhalb der Bonneville-Baureihe erfolgte 1963, als Triumph seinen Unit Construction-Motor vorstellte, bei dem das Kurbelgehäuse, der Primärantrieb und das Getriebe in einem gemeinsamen Gehäuse aus Aluminium zusammengeführt wurden. Dieser Motor war wesentlich leichter, wartungsärmer und verwindungssteifer als die Pre-Unit-Aggregate und bildete zusammen mit dem neuen, stabileren Rahmen die Grundlage für zukünftiges Leistungswachstum der Triumph-Twins. Die neuen „Bonnies“ wurden sofort ein Hit, denn sie hatten alles, was das amerikanische Biker-Herz von einem Sportmotorrad verlangte. Sie waren die Hot Rods unter den Motorrädern ihrer Zeit und – bis zum Produktionsende 1970 – die wohl besten Triumph-Maschinen, die jemals gebaut wurden.

Neuaufbau im klassischen US-Look

Arne Petersens Bonneville ist eine der begehrten T120R aus dem Jahr 1964, die er in einem schlechten Zustand, aber mit deutschem Brief sowie Matching Numbers für Rahmen und Motor für rund 3500 Euro erwerben konnte. Ziel seiner Restaurierung war es, aus einem abgetakelten Soft-Chopper-Verschnitt (siehe Bild #10 in der Galerie) eine perfekte Bonneville im klassischen US-Look wiederauferstehen zu lassen, die in Verarbeitung und Qualität besser als das Original sein sollte. Für die stilgerechte Optik einer US-Bonnie sorgten u.a. der kleinere 3-Gallonen-Tank, ein breiter Lenker, die hochgelegte Competition-Auspuffanlage sowie eine bunte Zweifarben-Lackierung, wie sie für den amerikanischen Markt typisch war. Der Ästhetik geschuldet war auch der nachträgliche Einbau einer schönen Duplex-Bremse von einer 1968-er Triumph, die Petersen noch an seiner Bonneville sehen wollte.

Aber auch bei der technischen Instandsetzung blieb kein Bauteil unangetastet. Der Motor wurde überholt, auf 12 Volt-Betrieb umgebaut und mit einer kontaktlosen Zündung versehen. Neue Elektrik, neuer Scheinwerfer und neues Rücklicht, neue Speichenräder, Stoßdämpfer, Seitendeckel, Schutzbleche, Züge, Instrumente, Reifen, Pancake-Luftfilter undundund. In summa war ein immenser Aufwand notwendig, um den nahezu perfekten Zustand zu erreichen, der sich nach Arne Petersens Maßstäben „Mint Condition“ nennen darf.

It had it all

13.500 Euro will Arne Petersen für seine neu auferstandene und rund 48 PS starke T120R Bonneville haben. Kein zu hoher Preis für ein echtes Kultmotorrad, das schon vor 52 Jahren von jedermann begehrt wurde und bis heute die Verkörperung englischer Motorrad-Glorie ist. Die Webseite classic-british-motorcycles.com bringt es auf den Punkt: „The 1963 Triumph Bonneville and all the new unit-construction 650 Triumph motorcycles were an instant hit! It had it all: stunning performance, world-class handling and drop-dead good looks!“

Autor: Achim Bartscht

Weitere Informationen zum Thema
Webseite Iconic-Cycles Ltd.: iconic-cycles.com
Webseite Classic-British-Motorcycles.com: classic-british-motorcycles.com

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