• Foto: Philipp Wulk - DA#1_1

    Foto: Philipp Wulk - DA#1_1

  • Foto: Philipp Wulk - DA#1_2

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  • Foto: Philipp Wulk - DA#1_3

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    Foto: Philipp Wulk - DA#1_4

  • Foto: Philipp Wulk - DA#1_5

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  • Foto: Philipp Wulk - DA#1_6

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  • Foto: Philipp Wulk - DA#1_9

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  • Foto: Philipp Wulk - DA#1_10

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  • Foto: Philipp Wulk - DA#1_11

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  • Foto: Philipp Wulk - DA#1_12

    Foto: Philipp Wulk - DA#1_12


DA#1 von Diamond Atelier

Kompromisslos, kraftvoll, pur: DA#1 von Diamond Atelier aus München, bringt die aggressive Seite der braven BMW R 80 RT ans Tageslicht. Der blassblaue 2V-Boxer aus der Hand von Tom Konecny und Pablo Steigleder zeigt eine Vielzahl sehr wirkungsvoller Details.

Sicher, zwei Räder, einen Tank und einen Motor haben sie beide. Doch welcher Abstand liegt zwischen der braven Ausgangsbasis, einer weinroten, vollverkleideten BMW R80 RT von 1992, und diesem blassblauen Jagdflugzeug namens DA#1! Ein sportliches Motorrad noch sportlicher zu machen ist eine Sache. Aber einen behäbigen Tourendampfer rückstandsfrei in einen aggressiven Racer zu verwandeln, vollzieht sich in einer völlig anderen Dimension. Und wenn man diese Verwandlung fast nur durch Weglassen und durch Akzentuierung herbeiführen kann, muss man langsam auch vom Talent der beiden Macher sprechen. Tom Konecny (21) und Pablo Steigleder (24) alias Diamond Atelier wird man ab jetzt im Auge behalten, denn ihr Erstling ist ohne Zweifel dramatisch gut gelungen.

Doch wie haben sie´s gemacht? Warum hat gerade dieser Beemer in der weltweiten Customszene soviel Zuspruch erfahren? Vier wesentliche Details scheinen für die begeisternde Optik der DA#1 (mit)entscheidend zu sein:

1) Der Boxermotor wird in die Waagrechte gebracht!
In allen BMW-Motorrädern der R-Reihen und der späteren Monolever-Modelle ist der Motor leicht nach hinten geneigt eingebaut. Das wirkt zunehmend krumm, je länger man hinschaut. Durch die Kürzung der Gabel senkt sich die Front der DA#1 und bringt den Motor wieder ins horizontale Lot. Hier mag es nur um Nuancen gehen, der Effekt ist aber dennoch sehr wirkungsvoll, denn er bringt Ruhe in das Profil des Motorrads und lässt es besser aussehen.

2) Schwarz steht ihr gut!
Die Gehäuse der 2V-Boxer sind ordentliche Brocken. Die Schwärzung kaschiert allerdings gut das große Volumen des Motors. Die von Farbe befreiten Kühl- und Verstärkungsrippen setzen viel stärkere Akzente als beim unlackierten Original und unterstreichen die Skulptur des Boxermotors. Das Ganze harmonisiert auch prächtig mit dem schwarzen Rahmen und den Rädern und läßt in dieser Form den per se zerklüfteten Antriebs- und Fahrwerksbereich wie aus einem Guss erscheinen. Im Gegenzug dazu betont das kontrastreiche helle Blau (ein wirklich perfekter Farbton!) des RT-Tanks die typische BMW-Silhouette. (Die BMW-Tanks sind eh echte Stil-Ikonen, auf die man ohne zwingenden Grund nicht verzichten sollte.)

3) Das Heck muss klein sein!
Erst das kleine Heck führt bei DA#1 zu einem Look, den man sonst nur bei alten Renn-BMW oder Moto Guzzi Le Mans-Maschinen (z. B. die Guzzis von kaffeemaschine) sehen und bewundern kann. Die dicken Zylinder und der voluminöse Tank verdichten das Profil der Maschinen zur Mitte hin und geben ihnen einen eindeutigen optischen Schwerpunkt. Das sieht immer gut und kraftvoll aus, ist aber einfacher gesagt als getan. Bei fast allen Custom-BMW ist das nicht so gut gelungen wie hier, weil meistens die Sitzbank bzw. der Heckrahmen doch einen Tick zu lang sind. DA#1 funktioniert aber auch deshalb gut, weil sich ebenso der Scheinwerfer und die Lenkerstummel an der Front sehr klein machen.

4) Ein Gag ist wichtig: Speichen vorne, Gussfelge hinten!
Keine Ahnung, wie und wann die Jungs aus München auf die Idee gekommen sind, vorne eine R 100 R Gabel mit Speichenrad zu verwenden, aber dieser Gag ist ein geniales Detail, denn er bricht die Routine. Ähnliche Effekte erzielten u.a. die Honda- oder Yamaha-Tanks auf den BMW-Motorrädern von Blitz Motorcycles aus Frankreich. Der Vorteil von DA#1 ist aber, dass das Speichenrad hier überhaupt nicht skuril, sondern absolut stimmig und cool wirkt.

Das ist natürlich längst nicht alles, was man zur DA#1 sagen könnte. Viele Details, wie etwa die gefasten Bohrungen am Anlasserdeckel oder das kompromisslose „Clean-up“ des Rahmens, kommen leider zu kurz. Unbedingt erwähnenswert ist aber, dass neben ihrem schönen ersten „Baby“ auch der gesamte mediale Auftritt von Diamond Atelier äußerst gelungen ist. Die Fotos von Philipp Wulk (31) sind hervorragend, die Pressearbeit (hallo Kollegen, BikeExif!) ist hervorragend, die Webseite (und der Facebook-Auftritt) sind ebenfalls sehr gut. Wirklich wahr, Tom Konecny und Pablo Steigleder, so jung sie auch sind, haben echt was zu bieten. Hoffen wir also, dass DA#1 kein One-Hit-Wonder bleibt.

Autor: Beemer_HH

Weitere Informationen zum Thema
DA#1 auf BikeExif: bikeexif.com/bmw-r80
Webseite Diamond Atelier: diamond-atelier.com
Facebook-Seite Diamond Atelier: facebook.com/DiamondAtelier
Die Entwicklung der DA#1 im BMW-Forum 2ventiler.de: forum.2-ventiler.de

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2 Kommentare

  1. ermüdend… mal wieder ein „bmw cafe racer“ und dann noch so gnadenlos gehypt wie in diesem fall hier. da gibt es sooo viele von. was jetzt nichts schlechtes heißen soll, jedoch wird hier gerade so getan als hätte diamond atelier das rad neu erfunden…

    • Ok, das Rad haben sie nicht neu erfunden! Aber, mit die schönste BMW im Netz die ich je gesehen habe! Mit viel Geschmack
      alles zusammengefügt! Ich ziehe meinen Hut!